Gestaltungsgrundsätze bei Bonsai Bäumen

 

In freier Natur biegt sich ein Baum nur in den seltensten Fällen von allein zu einem Bonsai. Trotzdem findet man immer wieder schöne Beispiele wie ein Bonsai nachgestaltet werden kann. Ein Bonsai hat immer eine Vorder- und Rückseite. Diese ergeben sich durch die Anordnung von Wurzel, Ast und Stammverlauf. Nach Möglichkeit sollten sich die Wurzeln gleichmäßig in alle Richtungen ausbreiten und im oberen Bereich sichtbar sein. Das verleiht dem Bonsai einen Ausdruck von Kraft und Standhaftigkeit. Wenn man frontal auf einen Bonsai blickt ist der Ast und der Stammverlauf besonders wichtig. Wenn der Stamm gebogen ist, sollte das aus Sicht des Betrachters nach links oder nach rechts sein, und nicht nach vorne oder hinten. Die Äste sollten sich harmonisch um den Stamm verteilen. Über die Größe eines Bonsai entscheidet die Natur und der Gestalter. Die meisten Bonsai sind zwischen 15 cm und 70 cm groß. Wichtiger als die Größe eines Bonsai ist das harmonische Erscheinungsbild des Bonsai. Blätter, Äste und Stamm sollten im Verhältnis zu einander passen und in einer dementsprechenden Bonsai- Schale stehen, da Pflanzen mit großen Blättern und einem dünnen Stiel nicht wirken.