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Die Wurzeln des Koizucht liegen in Japan, doch auch in Europa, den USA und Israel züchtet man mittlerweile nach dem japanischen Vorbild und deren Richtlinien. In der Provinz Niigata, in Toyama,
Kyushu und auch Hiroshima ist das Züchten von Koi weit verbreitet. Diese Gebiete sind bekannt, wie ihre populären Züchter, die ein hervorragendes Ansehen genießen. Den berühmten Züchtern aus Niigata wird auf der ganzen Welt heftigst nachgeeifert.
Die Wissenschaft des Züchtens eines Koi haben die Meister Shinoda, Sakai, Kawasaw, Ogata und Dainichi perfektioniert. In ihrer jeweiligen Studienzeit lernten sie alles über Genetik, Teichwirtschaft und Methoden der Zucht. Natürlich liegt auch eine gewisse Tradition im Züchten der beliebten Fische und das, zusammen mit dem enormen Wissen der Züchter ist es nichts seltsames, dass bei den Japanern unabwendbar ansehnliche Zuchtergebnisse bewundert werden dürfen.
Viele Züchter erwerben von den bewährten Züchtern ihre Eier, um sie selbst aufzuziehen, was aber gern gesehen wird. Denn meist ist auch bei der Prominenz der Platz zur Aufzucht der Fische rar.
Im Winter wird der Teich entleert, um ihn im darauffolgenden Mai für die Wachstumsperiode wieder einzusetzen. Den Winter verbringen die Koi in eigens angelegten Teichen, die funktionieren wie Treibhäuser, damit die kostbaren Fische überwintern können.
Meistens liegen diese nah an den Wohnhäusern des jeweiligen Züchters.
Aber auch während der Überwinterung kann mit manchen Arten gezüchtet werden, wie dem Tategoi, der sehr widerstandsfähig ist. Diese sogenannten 'Schlammteiche' sind bei der Zucht sehr wichtig. Ohne sie wäre die Koizucht undenkbar, denn die Jungfische und die Tategoi wachsen gemeinsam auf.
Während früher das Teichwasser an den Hängen nahe der Reisfelder zur Bewässerung genutzt wurde, ist heute das Geschäft um die Koi ertragreicher als das Reisgeschäft und trotzdem liegen die eigentlichen Teiche immer noch an diesen Hängen, während sich die Reisbauern sich mit der Nutzung des Teichwassers befassen.
Dass die Teiche manchmal unfassbar groß sind, liegt häufig an der Mechanisierung, die überall in der Landwirtschaft Einzug hält. Damit der Teich kein Wasser mehr abgibt, werden die Gruben mit Großmaschinen ausgehoben und der Boden festgestampft, was gleichzeitig das spätere Einfangen der Fische leichter macht.
Je nachdem, welche Koiart in den entsprechenden Teichen gehalten werden soll, sind sie bis zu 60 Quadratmeter groß und 3 Meter tief. Somit ist ein Fischbesatz von bis zu 15000 Tieren möglich, wodurch sich aber wieder das Problem ergibt, dass bis zu vier Male im Jahr der Besatz ausgedünnt werden muss.
Eine gute Belüftung in den Sommern Japans ist natürlich unerlässlich. Große Pumpen befördern den Sauerstoff unter die Wasseroberfläche und das Wasser bekommt somit den nötigen Sauerstoffgehalt.
Neben dem Menschen und einer Tierseuche gibt es nur eine einzige Bedrohung für den Koi: Den Fischreiher. Um ihn jedoch davon abzuhalten, den Teich zu leeren und um die wertvollen Fische in Ruhe zu lassen, hat sich der Mensch einiges einfallen lassen, indem er Vogelscheuchen, oder Kunststoff-Reiher an den Teichen aufzustellt.
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